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Arbeitgebersiegel

Sie sind Qualitätssiegel für Betriebsklima und Talentmanagement. Arbeitgeberwettbewerbe können die Suche nach dem Traumjob erleichtern.

Signal für Bewerber

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„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ Mit Sprüchen wie diesem wiegelten die Generationen vor uns jedes Gejammere über den Job ab. Es ging darum, die Familie zu versorgen, Karriere zu machen. Ohne Wenn und Aber. Heute im Zeitalter von Work-Life-Balance und selbstbestimmtem Arbeiten hingegen werden Bewerber bereits vom Vorgesetzten in spe gefragt: „Welche Ansprüche haben Sie an den Job? Was erwarten Sie von uns als Arbeitgeber?“ Kann nichts mehr schiefgehen, würde man meinen. Dennoch will nach akuellen Studien fast jeder zweite Berufstätige am liebsten den Arbeitsplatz wechseln. Anscheinend hinkt die Bürorealität in vielen Fällen doch den Versprechungen hinterher. Vor chronischer Unzufriedenheit sollte daher ein gründlicher Arbeitgebercheck stehen. Gütesiegel können dabei helfen.

 

Seitdem vor genau 20 Jahren der erste Arbeitgeberpreis in Deutschland verliehen wurde, ist die Zahl auf geschätzt 200 gewachsen. Meist stehen Marktforschungsinstitute, regionale Initiativen oder Karrierenetzwerke hinter den Awards, die nach ganz verschiedenen Erhebungsmethoden und Aspekten die Unternehmen bewerten. Meist gegen hohes Honorar. Allein durch ihre Teilnahme sendet eine Firma daher schon ein wichtiges Signal an Bewerber und Mitarbeiter: „Seht, gute Arbeitsbedingungen liegen uns am Herzen.“ Viele Arbeitgeber nehmen deshalb immer wieder an Wettbewerben teil und nutzen die Prüfergebnisse, um ihre Personalarbeit kontinuierlich zu verbessern.

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Zu den bundesweit führenden Gütesiegeln gehören „Great Place to Work“, „Top Employers Deutschland“ und „Top Job“. Sie beleuchten die Mitarbeiterführung und Arbeitskultur von allen Seiten. Wer die Standards nicht erfüllt, geht leer aus. Daneben gibt es viele Zielgruppen-, Branchen- und Regionalpreise sowie Auszeichnungen für Einzelaspekte wie Bewerbermanagement oder Familienfreundlichkeit. Es lohnt sich also, auf den Webseiten der Awards die Bewertungskriterien zu checken. Denn wer einen „Top Job“ anbietet, ist Mittelständler, hat sich dem Votum der Mitarbeiter gestellt und legt Wert auf Führung und Vision. Wer mit dem Siegel „Fair Company“ wirbt, will damit sagen: „Wir beuten Praktikanten und Werkstudenten nicht aus.“ Wer sich mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis schmückt, ist stolz auf sein ökologisches und soziales Wirtschaften.

 

Diese Bandbreite steht umgekehrt auch für die Wünsche der Arbeitnehmer. So wie es kaum noch Standardjobs gibt, so vielfältig sind die Ansprüche der Menschen an einen attraktiven Arbeitsplatz. Dem einen sind Autonomie und Auslandsreisen wichtig, der andere will viel Zeit für die Familie haben, der nächste wiederum will nebenbei den MBA machen oder nur im Großraum Frankfurt bei einem Mittelständler arbeiten. Für all diese Bedürfnisse gibt es heute ausgezeichnete Arbeitgeber.

Dabei spiegeln die Awards immer auch den Trend der Zeit wider. Das belegen beispielhaft der älteste und der jüngste Award Deutschlands. 1997, als Gleichberechtigung das Thema in Gesellschaft und Politik ist, wird erstmals das „Total E-Quality“-Prädikat für Chancengleichheit von Frauen im Beruf vergeben. 20 Jahre später, 2017, wird die Ehe für alle Gesetz, und Unternehmen können sich mit „Pride 175“ als Arbeitgeber outen, die sich für Offenheit gegenüber homo-, bi-, trans- und intersexuellen Mitarbeitern einsetzen. Es lebe die Vielfalt. Sigrid Eifler

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